Cyber Resilience Act: Warum Cybersicherheit zur Produkteigenschaft wird

24.08.2026

Ab 2027 verändert der Cyber Resilience Act die Anforderungen an Produkte mit digitalen Elementen grundlegend. Für Hersteller, Maschinenbauer und Betreiber bedeutet das: Cybersicherheit wird nicht länger als nachgelagerte IT-Aufgabe betrachtet, sondern als Bestandteil des Produkts über den gesamten Lebenszyklus.

TOX® ist schon heute ein aktiver Teil dieser Entwicklung. Die TOX® Systemwelt wird konsequent darauf ausgelegt, die kommenden Anforderungen an sichere, updatefähige und resiliente Produkte zu erfüllen.

Der CRA setzt einen neuen Standard für digitale Produkte

Der Cyber Resilience Act, kurz CRA, ist die EU-Verordnung 2024/2847 für Produkte mit digitalen Elementen. Er betrifft Hardware und Software, die auf dem EU-Markt bereitgestellt werden, einschließlich separat vermarkteter Komponenten. Ziel ist es, digitale Produkte sicherer zu entwickeln, Schwachstellen wirksamer zu behandeln und Anwendern mehr Transparenz über Cybersicherheit zu geben.

Die EU reagiert damit auf ein bekanntes Problem: Viele vernetzte Produkte werden zwar immer leistungsfähiger, aber nicht immer mit ausreichender Sicherheit, klaren Update-Prozessen oder transparenten Informationen über Risiken und Support bereitgestellt. Genau hier setzt der CRA an.

Was sich für Hersteller und Anwender ändert

Der CRA richtet sich vor allem an Hersteller. Sie müssen künftig nachweisen können, dass Cybersicherheit bereits in Planung, Entwicklung, Produktion, Bereitstellung und Wartung berücksichtigt wurde. Dazu gehören unter anderem:

  • Risikobewertung für Produkte mit digitalen Elementen

  • sichere Entwicklung und technische Dokumentation

  • Verfahren für den Umgang mit Schwachstellen

  • Bereitstellung von Sicherheitsupdates während des Supportzeitraums

  • Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung

  • Meldepflichten bei aktiv ausgenutzten Schwachstellen und schweren Sicherheitsvorfällen

Für Anwender und Maschinenbauer bedeutet das: Die Auswahl digitaler Komponenten wird strategischer. Entscheidend ist nicht nur, ob ein Produkt heute funktioniert, sondern ob es über seinen Lebenszyklus hinweg sicher betrieben, aktualisiert und transparent bewertet werden kann.

Die wichtigsten Fristen

Der CRA ist am 10. Dezember 2024 in Kraft getreten. Die Anwendung erfolgt gestaffelt:

  • 11. Juni 2026: Beginn der Anforderungen für Konformitätsbewertungsstellen

  • 11. September 2026: Start der Meldepflichten für Hersteller

  • 11. Dezember 2027: Vollständige Anwendung der wesentlichen CRA-Anforderungen

Spätestens ab dem 11. Dezember 2027 dürfen betroffene Produkte, die die Anforderungen nicht erfüllen, nicht mehr auf dem EU-Markt bereitgestellt werden.

Warum der CRA mehr ist als Compliance

Der CRA ist nicht nur ein regulatorisches Thema. Er ist ein Signal an die Industrie: Vernetzung, Datenfähigkeit und digitale Produktlogik erfordern ein neues Sicherheitsverständnis.

Für moderne Produktionsumgebungen reicht es nicht mehr aus, einzelne Komponenten isoliert zu betrachten. Maschinen, Antriebe, Steuerungen, Software, Netzwerkschnittstellen und Datenflüsse bilden ein Gesamtsystem. Je stärker diese Elemente verbunden sind, desto wichtiger werden sichere Architekturen, klare Verantwortlichkeiten und updatefähige Plattformen.

Cybersicherheit wird damit zu einem Qualitätsmerkmal industrieller Produkte. Sie beeinflusst Verfügbarkeit, Investitionssicherheit und Vertrauen in automatisierte Prozesse.

TOX® ist CRA ready

TOX® verfolgt diesen Wandel aktiv. Mit den TOX® Antriebs- und Systemlösungen wird Cybersicherheit von Beginn an als integraler Bestandteil der Produktentwicklung berücksichtigt.

Dabei geht es nicht nur um einzelne technische Funktionen, sondern um eine zukunftsfähige Systemlogik: vernetzte Antriebstechnik, Software, Prozessüberwachung, Datenanbindung und Lifecycle-Fähigkeit müssen nahtlos zusammenspielen.

Die TOX® Antriebstechnik kombiniert integrierte Steuerungs- und Prozesslogik, Qualitätsdatenerfassung, Netzwerkanbindung sowie Software zu einem modularen Gesamtsystem. Das modulare Gesamtsystem bildet die Grundlage bis hin zur TOX® MultiTechnology Plattform. Die TOX® Software bildet dabei das zentrale Element der Systemarchitektur.

Mit Antriebs- und Systemlösungen stellt TOX® die Grundlage dafür, dass Kunden auch in einer stärker regulierten, vernetzten Produktionswelt sicher und zukunftsfähig arbeiten können.

Fazit

Der Cyber Resilience Act macht deutlich: Die Zukunft industrieller Produkte ist nicht nur digital, sondern cyberresilient. Für Hersteller und Anwender entsteht daraus eine gemeinsame Aufgabe. Produkte müssen sicher entwickelt, transparent dokumentiert und während ihres vorgesehenen Supportzeitraums mit Sicherheitsupdates versorgt werden.

TOX® stellt sich den kommenden Anforderungen bereits heute und unterstützt Kunden dabei, moderne Antriebstechnik sicher, vernetzt und zukunftsfähig einzusetzen.

Die TOX® Software vereint Bedienung, Prozessüberwachung und Datenverarbeitung und bildet damit ein zentrales Element für sichere und vernetzte Produktionsprozesse.

Pressemitteilung